Natürliche Nahrung - was frisst ein Karpfen

14.06.2018 15:23

natürliche Nahrung von Karpfen

Wer erfolgreich auf Karpfen angelt muss genau wissen, was ein Karpfen frisst, damit man seine Köder oder seinen Spot genau abstimmen kann.

Karpfen fressen nehmen hauptsächlich tierische Nahrung zu sich, denn es ist nicht so wie die meisten denken, dass der Karpfen ein reiner Pflanzenfresser ist. Im Gegenteil, Pflanzen machen gerade mal 20-30% der Nahrung eines Karpfens aus.

70-80% bestehen aus Kleintieren im Wasser, jedoch jagt der Karpfen keine Tiere, denn er ist kein Raubfisch. Er sammelt seine Nahrung ausschließlich vom Grund oder von der Wasseroberfläche auf.

NAHRUNGSAUFNAHME DER KARPFEN

Die Nahrungsaufnahme geschieht entweder morgens oder nachts, deswegen sind sie zu diesen Zeiten in den Gewässern sehr aktiv. Ein Vorteil in der Nahrungsaufnahme bei Nacht ist, dass die Karpfen schlechter von Raubtieren gesehen werden können. Da sie aber bei Nacht nichts sehen können, durchsuchen sie mit ihrem Maul den meist schlammigen Grund und finden so ihre Nahrung. Die andere Variante ist, dass sie aus dem Wasser springen und so die Nahrung, welche auf der Wasseroberfläche schwimmt, aufnehmen. Abends kann man an Gewässern mit großem Karpfenbestand auch die Karpfen springen hören. Das Aufkommen auf der Wasseroberfläche ist ein relativ lautes klatschen. Der Karpfen muss nicht zwingen Nahrung aufnehmen, denn oft klatscht er auf die Wasseroberfläche, um sich zu reinigen. Kleine Tiere oder Pflanzen können sich auf seinem Körper festsetzen, vor allem nach der Winterpause, wenn die Karpfen lange am Grund stehen. Durch den Aufprall lösen sich solche Tiere/ Pflanzen.

WELCHE TIERE ZÄHLEN ZUR NAHRUNG?

Gerade am Anfang, wenn der Karpfen wenige Wochen alt ist, frisst er Zooplankton. Wenn die Karpfen größer werden, dann fressen sie zum Beispiel Maden, Raupen und Insekten. In vielen Gewässern kommt es jedoch vor, dass Karpfen Krebse fressen. Man kann sehen ob sich Krebse im Gewässer befinden, wenn man nachts mit z.B. einem Fischboilie angelt. Wenn dieser komplett zerfressen wurde, weiß man mit einer hohen Wahrscheinlichkeit, dass Krebse am Werk waren. Krebse werden in der Regel vom Karpfen ganz geschluckt und erst kurz vor den Magen mit den Schlundzähnen zerkleinert. Die Größe der Krebse liegt zwischen 1-6 cm. Wenn die Krebse größer werden, hat der Karpfen es schwer sie zu schlucken.

Ebenfalls sind Mückenlarven eine wichtige Nahrungsquelle in Jahreszeiten wie Frühling und Sommer. Ein klares Zeichen dafür, dass Mückenlarven gerade in Gewässern aktiv sind ist, wenn man seine Montage einholt und dort einige Mückenlarven dranhängen. Dies ist ein gutes Zeichen und spricht für viel natürliche Nahrung im Gewässer.

natürliche Karpfennahrung

Auch Schnecken zählen zur Hauptnahrung eines Karpfens. Hier sind nicht normale Schnecken aus dem Garten gemeint, sondern Schnecken die Unterwasser an Pflanzen leben. Die meisten Schecken Arten Unterwasser haken keinen Panzer.

Nicht zu vergessen sind die Tiere die von den Bäumen herab ins Wasser fallen, wie Maden, Raupen und Insekten. Viele dieser Tiere ertrinken, wenn sie im Wasser landen. Sie sinken zum Grund herab und versinken dann im Schlamm. Nachts wühlt der Karpfen den Schlamm auf und saugt diese Tiere ein.

Auch Tiere, die von Böschungen oder von der Uferkante ins Wasser fallen zählen dazu. Zum Beispiel Regenwürmer und andere wurmartige Tiere aus dem Erdreich.