Karpfenangeln im Winter 20.05.2017 08:11

Der Winter, niedrige Temperaturen und wenige Karpfen. Für viele Karpfenangeln ein Grund zuhause zu bleiben, doch wie man im Winter trotzdem seine Fische ans Band bekommt wird in diesem Artikel erklärt.

Das Futter:

Ganz wichtig ist, dass man so wenig wie möglich füttert bzw. der Karpfen so wenig wie möglich sättigt. Das bedeutet keine Partikel und ganz wenige Boilies. Karpfen sind wechselwarme Tiere, die ihren Stoffwechsel im Verhältnis zur Wassertemperatur herunterfahren. Daher am besten so wenige Kohlenhydrate wie möglich verwenden. Sehr gut ist z.B. Trockenfutter, da es eine hohe Lockwirkung hat und den Fisch kaum sättigt. Je nach Gewässergroße sollten 1-2 Handballen Trockenfutter pro Rute vollkommen ausreichen. In diese Futterbälle kann man dann noch 5-6 Boilies einkneten.

Das wichtige beim Füttern ist, dass man enorm platziert füttert. Breites verstreuen des Futters wie man es vom Sommer kennt muss man so gut wie möglich vermeiden. Im Winter ist das Ziel den Fisch zu suchen und genau vor seiner Nase die Montage zu platzieren. Karpfen bewegen sich nur ganz wenig im Winter, da sie ihre Energie nicht verbrauchen wollen. Daher unbedingt platziert auf einen Punkt füttern.

Die Spodwahl:

Der Spod ist mit Abstand das wichtigste beim Karpfenangeln im Winter. Man muss den Fisch suchen und das ist schwerer als man denkt. Ein Boot + Echolot ist genau dann sehr nützlich, jedoch klappt das natürlich auch ohne. Mit einer Lotpose sollte man vor allem tiefe Bereiche seines Gewässers suchen. An tiefen Stellen ist es meistens deutlich wärmer als im Flachbereich. Noch besser ist es, wenn man eine Mulde findet. Eine Mulde ist ein ca. 1m x 1m großes Loch, welches etwas tiefer als der Rest des Grundes liegt. Im Winter ein idealer Hotspod für Karpfen.

Auch ist es von Vorteil, wenn man sich windfreie Stellen aussucht. Das ist vor allem wichtig, wenn die Außentemperatur kälter ist als die des Wassers. An solchen Stellen hat das Wasser zwar einen höheren Sauerstoffgehalt, jedoch ist es dort etwas kälter.

Die Montagen:

Montagen im Winter sind eigentlich genau so wie im Sommer. Man sollte jedoch noch genauer darauf achten, dass der Haken wirklich scharf ist und der Hakeffekt perfekt ist. Im Winter ist das Beißverhalten des Karpfens deutlich vorsichtiger als im Sommer. Ein Schrumpfschlauch könnte da sehr gut weiterhelfen.

Die Ködergröße muss nicht unbedingt groß sein, da der Haken auf jeden Fall nach dem ersten Einsaugen sitzen sollte. Im Winter kann man auch gut mit optischen Reizen spielen wie z.B. mit bunte Pop Ups. Funktioniert jedoch nicht an allen Gewässern. Auch ganz hilfreich kann ein PVA Beutel sein. Er sorgt nicht nur dafür, dass die Montage sauber auf dem Grund ankommt, sondern auch das um den Hakenköder sehr platziertes Futter liegt.


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