Mit PVA auf Karpfen

In den letzten Jahren hat sich das Thema PVA in Deutschland stark verbreitet. Der Trend ist aus England gekommen und nun greifen auch viele Karpfenangler in Deutschland zu PVA Netzten und Beuteln.

PVA Sticks sind kleine Netzte, die sich im Wasser auflösen. In PVA Netzen kann man Boilies oder Futter packen, diesen dann am Haken fixieren und auswerfen. Unterwasser löst sich das PVA von Zeit zurzeit auf und man hat einen schönen Haufen Futter/Boilies an seinem Hakenköder.

5 Tipps für PVA

1. Es ist zu empfehlen, wenn man seine PVA Beutel/Netze schon Zuhause fertig macht. Am Wasser kann es schnell zu Problemen führen, wenn es regnet, da das PVA  sich dann auflöst. Zudem können PVA Netze schnell aufreißen, wenn man unvorsichtig ist. Wenn man auch noch mit Dips arbeitet versaut man sich bei Angeln die Hände, daher die Netzte einfach zuhause vorbereiten. Am Wasser kann man dann ganz schnell die Montagen raus bringen und man hat mehr Zeit zum Fische fangen.

2. Man kann relativ leicht seine PVA Beutel mit Extras wie Dips oder Pudern aufwerten. Entweder mit einer Spritze in den PVA Beutel hineinstechen und den Dips hineinspritzen oder den Beutel kurz in den Dips hineintauchen. Wer noch mehr Attraktivität haben will kann seine PVA Beutel/Netzte auch mehrere Tage im Dip ziehen lassen.

Ganz wichtig ist die Auswahl des Dips. Der Dip darf keine Wasser enthalten, daher am besten auf die Zutatenliste schauen oder den Verkäufer fragen.

3. PVA ist relativ teuer, daher gibt es ein paar Tipps wie man Geld sparen kann. Man sollte nicht jedes Mal PVA verwenden. In viele Situationen ist es überflüssig. Wenn man merkt, dass die Karpfen aktiv sind und man schon einen oder mehrere gefangen hat kann man sich das PVA sparen.

Auch allgemein im Sommer brauch man selten PVA, da die Karpfen aktiv genug sind, um den Köder zu finden

4. An manchen Gewässer/Spods ist man fast schon gezwungen zu PVA zu greifen. An kleinen Kanälen mit z.B. Fadenalgen kann man seine Montage gar nicht sauber auf den Grund ablegen, da der Haken dann voller Fadenalgen ist. Wenn der Haken jedoch im PVA steckt, bekommt er nichts ab und das PVA löst sich nach einigen Minuten auf dem Grund auf, wonach der Haken frei ist.

Auch wenn der Wind ungünstig steht kann PVA helfen die Montage knotenfrei an seiner Stelle zu platzieren. Jeder, der schon einmal mit einem PVA Beutel ausgeworfen hat, weiß, dass aufgrund des Schleuder Prozesses sich Blei und Beutel nicht berühren. Ein Nachteil davon ist, dass aufgrund der Aerodynamik die Montage nicht so weit ausgeworfen werden kann. Um auf weite Distanzen zu kommen muss man im Auswerfen geübt sein.

Was kann man alles in den PVA Beutel füllen?

  • Boilies (ganze oder zerkleinerte)
  • Grundfutter
  • Trockene Partikel
  • Pellets
  • Fischmehl
  • Thunfisch (in Öl eingelegte)

5. Man sollte auf jeden Fall hochwertiges PVA kaufen (vor allem bei niedrigen Wassertemperaturen). Billiges PVA löst sich zum Teil nicht ganz im Wasser auf und vor allem, wenn man den Haken durch den Knoten des PVAs steckt kann es sein, dass sich das PVA zusammen zieht und somit einen Hakeffekt unmöglich macht. Sehr ärgerlich, wenn man am nächsten Morgen seine Ruten einholt und feststellt, dass man die ganze Nacht gar keinen Karpfen hätte fangen können.