Der Ebro-Stausee in Spanien gehört zu den   fischreichsten Gewässern Europas und wird von vielen Freaks oder Familien besucht. Neben den im Wasser heimischen Karpfen, Welse, Zander und Barsche gibt es am Gebirgsrande, das an den Fluss grenzt, den in Mitteleuropa verbreiteten Gänsegeier. Dieser hat dort optimale Lebensbedingungen da auf den Steilhängen gebrütet und zugleich Dank der offenen Landschaft auf Nahrungssuche gehen kann.


Für Naturliebhaber bieten die im Sonnenlicht gelb scheinenden Gebirge schöne Momente. Der Charme der kleinen Dörfer in unmittelbarer Umgebung des Stausee mit ihren urigen Bauwerken ist ebenfalls ein Blick wert, sowie auch die Aussicht die man von der Burg bei Mequinenza aus hat. Die Einzigartigkeit ist bestimmt die unterschiedliche Landschaft. Von flachen Steinstränden die vereinzelt durch Sträucher bedeckt sind, bis hin zu teils steilen Steinhängen formen hier die Besonderheit dieses Ortes. 

Der Ebro ist nicht nur für seine großen Fische, sondern auch für seine vielen Fische bekannt. Der Karpfenbestand ist ein Traum für jeden Karpfenangler. Daher reisen Jahr für Jahr tausende Angler an dem Ebro, um dort unvergessliche Sessions zu erleben. Vor über 10 Jahren noch, wurden die Karpfen zum Großteil mit Mais gefangen. Das Niveau der Techniken war gering und viele Karpfen wurden nur gefangen, um sie als Köderfische zu verwenden. Das hat sich im Laufe der Zeit geändert. Der Angeldruck ist gestiegen und die Methoden sind besser geworden. Auch wird am Ebro zum Großteil mir Boilies und Pelles gefischt.

Nachdem ich bereits an mehreren Gewässern Europas unterwegs war, zog es mich vor 7 Jahren das erste Mal an den berüchtigten Stausee Spaniens, den ich bis dahin nur von Erzählungen kannte. Rückblickend muss ich zugeben, dass es hier auch für erfahrene Angler mit Sicherheit die ein oder andere Hürde zu Meistern gilt, die man vorher so nicht kannte. So sind durch die Entstehung des See zum Teil ganze Obstplantagen überflutet worden, die heute im Wasser verankert sind. Nach einem atemberaubenden Sonnenuntergang den ich sonst nur von Bildern kannte, lernte ich am nächsten Tag Marc Hennes kennen. 


Aus Belgien stammend, wanderte er vor über 10 Jahren hierher aus. Mein Glück war das er, wie sich aus einem Gespräch herausstellte, der Inhaber von Ebro Fishing Tours ist und als Guide vor Ort Touren speziell für Angler organisiert. Aufgrund seiner zudem fließenden Sprachkenntnissen in deutsch, französisch und englisch kann ich ihn nur weiterempfehlen, da er sich hier in der Umgebung blendend auskennt und ein offener und ehrlicher Mensch ist. Er weiß haargenau an welchen Stellen man am besten Karpfen, Waller, Zander oder Barsche fängt. Das angenehme Klima macht es auch möglich einen Ausflug über Weihnachten oder Neujahr zu planen, da in der Regel auch Temperaturen im zweistelligen Bereich erreicht werden. Mittlerweile bin ich mit Marc sehr gut befreundet und besuche ihn drei bis viermal im Jahr in Spanien. Ab und zu testen wir bei Gelegenheit auch unentdeckte Plätze, um unser Wissen über diesen tollen Abschnitt des Ebro Stausee zu erweitern. Abschließend kann ich noch sagen, dass auf euch garantiert ein tolles Erlebnis wartet und wir uns freuen würden euch vor Ort anzutreffen. 


Um perfekt auf euren Trip vorbereitet zu sein, wendet euch am besten an einen der Guides von Ebro-Fishing-Tours. Die Jungs wissen genau, was zutun ist und sind vielen Anglern eine große Hilfe. Lass euch von ihnen helfen und schon bald werdet ihr euren Traumfisch in den Armen halten. Am besten mit gutem spanischen Wetter und einer tollen Aussicht in die Berglandschaft.

Tight Lines!